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Nagelkunde
Seite 2

 

 

Darstellung eines Nagelaufbaus

 

Allgemeines

Die Nägel sind "Verlängerungen" der Haut. Sie bestehen aus harten verhornten Zellen der Oberhaut. Deshalb sagt man auch, der Nagel gehört zu den Anhangsgebilden der Haut. Sie sind Schutz für die Fingerkuppe, die über ca. 3.400 Nervenenden verfügt. Durch die Nagelplatte wird ein Gegendruck erzeugt, der den Tastsinn erhöht.

Der Nagel atmet nicht, sondern ist von der Blutzirkulation abhängig, darum können sich falsche oder einseitige Ernährung, Krankheiten, hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft) u.v.m. bei den Nägeln bemerkbar machen.

 

Freiliegendes Nagelende

Dies ist der Teil des Nagels, der über die Fingerkuppe hinausragt und nicht am Nagelbett haftet.

 

Nagelplatte

Die Nagelplatte besteht aus 3 mit einander verbundenen Keratinschichten mit jeweils einer eigenen Zellstruktur, die in der Nagelwurzel (Matrix) gebildet werden. In der Regel ist die Nagelplatte zwischen 0,3 und 0,8 mm dick und fest mit dem Nagelbett verbunden.

 

Nagelbett

Das Nagelbett liegt direkt unter der Nagelplatte. Es ist fest mit der untersten Schicht der Nagelplatte verbunden. Das Bindegewebe enthält viele empfindliche Nervenenden, die der Tastfunktion dienen. Eine reiche Blutzufuhr im Gewebe gibt dem Nagel seine rosa Farbe. Zum Schutz des Nagelbettes dient am Übergang zum freien Nagelende ein feines Häutchen (Hyponychium).